26.06.2020

Klimaschutz rund ums Haus

Photovoltaik – ein Gewinn für Mensch und Umwelt

Der wichtigste Energielieferant der Erde arbeitet kostenlos – und das rund um die Uhr sowie absolut klimafreundlich: die Sonne. Sie sorgt in Zusammenarbeit mit einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) dafür, dass „Solarenergie“ entsteht. Die Umwandlung in Strom erfolgt ganz einfach. Treffen Sonnenstrahlen auf Solarzellen – das Herzstück der PV-Technik –setzen sich Elektronen in Bewegung und erzeugen elektrische Energie.
  

Um das Ziel der „Solar Cities“ Bremen und Bremerhaven voranzutreiben, wurde kürzlich nicht nur für Neubauten, sondern auch bei kompletten Dachsanierungen im Bestand eine PV-Pflicht erlassen. Und Solarenergie lohnt sich!

Wer Solarenergie selbst produziert, leistet einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der geplanten Energiewende. Der Zeitpunkt, in eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach zu investieren, ist denkbar günstig. Am 18. Juni 2020 wurde die Abschaffung des 52 GW-Solardeckels abgeschafft und somit kann die Förderung weitergehen. Die Anschaffungspeise für Solartechnik sind stark gesunken, während die Stromkosten in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Zudem ist die Installation einer Anlage in der Regel unkompliziert. Besonders geeignet für Photovoltaik sind Dächer mit einer Ausrichtung zwischen Südwest und Südost sowie einer Neigung zwischen 25 bis 50 Grad. „Aber auch Flachdächer sind mittlerweile kein Ausschlusskriterium mehr. Hier kann die Technik auf spezielle Ständer gestellt werden“, erklärt Ulrich Pollkläsener von energiekonsens.

Sonnenstrom selber nutzen lohnt sich
Die durchschnittliche Leistung einer Photovoltaikanlage in Deutschland hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen natürlich die optimale Ausrichtung der Solarmodule zur Sonne, aber auch die Sonnenscheindauer sowie der Standort der Technik. Im Mittel ist hierzulande allerdings jährlich mit einer Leistung von etwa 800 bis 1000 Kilowattstunden (kWh) pro 1 Kilowatt peak (kWp) installierter Photovoltaik-Leistung zu rechnen. Dafür braucht man nur eine Dachfläche von 7 bis 10 m² und produziert auf dieser ungefähr die Hälfte von dem, was ein zweiköpfiger Personenhaushalt im Jahr an Strom verbraucht. Kann eine entsprechend größere Photovoltaikanlage installiert werden, lässt sich damit theoretisch der gesamte Energiebedarf eines Haushalts oder Betriebs abdecken. „Da Strom aus Eigenproduktion deutlich weniger kostet als der vom Versorger, lohnt es sich, möglichst viel selbst abzunehmen“, so Ulrich Pollkläsener. Strom, der nicht direkt im Gebäude genutzt wird, speisen Hausbesitzer in der Regel ins öffentliche Netz ein, was über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanziell vergütet wird. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Überschuss zum Beispiel über Mieterstrommodelle mit anderen zu teilen oder ihn in Batterien für eine spätere Verwendung zu speichern.

Solarberatung im Land Bremen
Eine erste Einschätzung darüber, ob das eigene Dach für die Produktion von Solarenergie geeignet ist, bietet das Solarkataster Bremen. Für wen Photovoltaik sinnvoll ist, welcher Ertrag sich mit der Technik jeweils erzielen lässt und wer die Investition fördert – dazu bietet energiekonsens mit den Bremer Modernisieren Partnern im Rahmen der Kampagne „Solar in Bremen & Bremerhaven: Mach mehr aus Deinem Dach!“ Beratungen durch unabhängige Energieexpert*innen an. Termine können unter E-Mail-Adresse oder E-Mail-Adresse bei der Verbraucherzentrale Bremen vereinbart werden.