Neue Serie "Klimaschutz rund ums Haus"
20.03.2020

Klimaschutz rund ums Haus

In einer neuen Serie informieren wir über Modernisierungsmaßnahmen, mit denen Eigentümer*innen Ressourcen schonen und Energie einsparen.

Spätestens seit die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg Millionen von Jugendlichen inspiriert hat, für mehr Klimaschutz zu demonstrieren, ist das Thema in aller Munde. So beschäftigt uns beispielsweise die Frage, was wir selbst konkret dafür tun können, dem steigenden CO2-Ausstoß entgegenzuwirken. Eine der größten Stellschrauben ist der Gebäudesektor. In der neuen Serie „Klimaschutz rund ums Haus“ zeigen wir daher Möglichkeiten für eine nachhaltige Gestaltung der eigenen vier Wände auf.
  

80 Prozent aller Bremer & Bremerhavener Häuser vor 1978 gebaut

Der Gebäudebestand des Landes Bremen birgt ein enormes Energieeinsparpotenzial. Hier wurden knapp 80 Prozent aller Häuser vor 1978 erbaut. 32 Prozent davon entstanden sogar schon vor 1949, also zu einer Zeit, als Heizkosten kaum ins Gewicht fielen. Damals waren Heizöl und Erdgas im Vergleich zu heute extrem günstig, so dass Energieeffizienz bei der Errichtung von Bauten keine große Rolle spielte. Heute sind wir weiter und wissen: Gerade im Haus entsteht durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas viel Kohlendioxid, das als Hauptverursacher des globalen Klimawandels gilt. Der hohe Anteil unsanierter Altbauten und damit einhergehend ein sehr hoher Energiebedarf für Heizung und Warmwasser – in privaten Haushalten bis zu 90 Prozent – sorgen dafür, dass rund 35 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen hierzulande zu Lasten von Eigentümer*innen gehen.

Emissionen im Gebäudesektor 2019 gestiegen
Der Gebäudesektor ist neben dem Verkehr einer der größten Verursacher der Treibhausgasemissionen und trotz allgemeiner Bemühungen in Energieeffizienz und Klimaschutz sind die Emissionen in diesem Bereich 2019 sogar gestiegen. Dabei gibt es große Einsparpotenziale, die nicht nur dem Klima, sondern auch den Eigentümer*innen zu Gute kommen. „Entsprechende Maßnahmen tragen nicht nur zum Klimaschutz bei und senken langfristig Kosten, sondern sie erhalten und sanieren zudem die Bausubstanz. Das verhindert feuchte Wände, vermeidet unangenehme Zugeffekte und die Bildung von Schimmelpilz und steigert gleichzeitig den Wohnkomfort und Wert der Immobilien“, betont Ulrich Pollkläsener.

Serie „Klimaschutz rund ums Haus“
Wer etwas zum Klimaschutz beitragen möchte, findet am eigenen Haus viele verschiedene Ansatzpunkte, um Ressourcen zu schonen, Energie einzusparen und den Einsatz regenerativer Energien zu unterstützen. In den kommenden Monaten beleuchten wir dabei einige Aspekte – von der Dämmung, eigener Solarenergieerzeugung bis zum Gründach – und zeigen, welche Maßnahmen sich lohnen.