So haben es andere in Bremen gemacht

So haben es andere in Bremen gemacht

Die Antwort auf die Frage "Wie kann ich mein Haus sinnvoll modernisieren?" finden Sie häufig direkt in Ihrer Nachbarschaft. Häuser eines ähnlichen Bautyps oder aus der selben Bauzeit, die bereits saniert wurden, bieten eine gute Orientierung, was sich umsetzen lässt.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen daher einen Querschnitt von Modernisierungsbeispiele aus Bremen vor.

Einige von ihnen konnten bereits beim jährlich stattfindenen Hausbesichtigungstag unter die Lupe genommen werden. Ein Tag der offenen Haustür – das ist das Prinzip des Hausbesichtigungstag. Bremer Privatpersonen ermöglichen Interessierten ein Blick in das eigene Zuhause und berichten, welche Probleme sie in der Vergangenheit an ihrem Haus festgestellt und was sie dagegen unternommen haben. Begleitet werden sie dabei – je nach Maßnahmen – vom beteiligten Architekten, von ausführenden Handwerkern oder vom beauftragten Energieberater. Die Experten erklären alle technischen Details und können außerdem die individuellen Fragen der Besucherinnen und Besucher beantworten. Der nächste Hausbesichtigungstag findet am 11. Oktober 2015 statt.

Bauernhaus aus dem Jahr 1700 (Burglesum)

Bauernhaus Baujahr 1700

Die Maßnahmen:
Historische Elemente bewahren und den Energiebedarf senken - das war die Aufgabenstellung für dieses alte Bauernhaus. Nach einer Energieberatung wurde die bisherige Elektroheizung gegen eine Pelletheizung mit Sack silo im Dachboden ausgetauscht. Sie ermöglicht auch die Warmwasserbereitung. Beim Austausch der alten Fenster wurden die alten Beschläge aufbewahrt und für die neuen Fenster wiederverwendet.

Die Effekte:

  • bis zu 4.000 Euro Heizkosten jährlich weniger

Begleitung:

Reihenhaus aus dem Jahr 1865 (Mitte)

Reihenhaus, Baujahr 1855

Die Maßnahmen:
Nach einer Energieberatung wurden die Fenster und Türen des Altbremer Reihenhauses sowie die Heiztechnik erneuert. Eine Abwasserhebeanlage schützt vor Überschwemmungen.

Die Effekte:

  • 61 Prozent weniger Primärenergiebedarf
  • Neubau-Standard nach EnEV 2007

Durchführung:

Baudenkmal aus dem Jahr 1886 (Hemelingen)

Baudenkmal, Baujahr 1889

Die Maßnahmen:
Die Komplettsanierung der alten Hemelinger Apotheke ist erfolgreich abgeschlossen. Das Dachgeschoss bietet jetzt eine Wohnung. Der Anbau wurde gedämmt, neue Fenster eingebaut und ein Holz-Pelletkessel eingebaut sowie das Dachgeschoss gedämmt. Eine umlaufende Heizleiste erwärmt zudem die Außenwände.

Die Effekte:

  • 85 Prozent weniger Primärenergiebedarf

Begleitung:

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1906 (Grohn)

Einfamilienhaus, Baujahr 1906

Die Maßnahmen:
Das alte Fischerhaus in Bremen-Grohn wurde komplett saniert und die Wohnfläche mit einem Anbau in Holzrahmenweise vergrößert. Auf Grundlage der Ergebnisse einer Energieberatung hat sich der Eigentümer für eine Dämmung von Dach und Außenwänden entschieden, die Fenster und Türen ausgetauscht, eine Gasbrennwertheizung mit Solaranlage insatllieren lassen und die Qualität der Sanierung mit einem Blower Door-Test bestätigen lassen. Ein besonderer Kniff ist eine Zusatzheizung mit Kamin, durch die der Flair alter Zeiten im Winter wieder auflebt.

Die Effekte:

  • 85 Prozent weniger Energiebedarf

Begleitung:

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1910 (Blumenthal)

Einfamilienhaus, Baujahr 1910

Die Maßnahmen:
Die umfangreiche Dämmung der Hohlräume, der Innenwände, des Daches und des Fußbodens verbesserten den Wäremschutz des Wohngebäudes deutlich. Die Qualitätssicherung erfolgte über einen Blower Door-Test und eine thermografische Analyse. Photovoltaik auf dem Dach und neue Türen machten die energetische Modernisierung komplett.

Die Effekte:

  • 75% Energiekosteneinsparung
  • KfW-Effizienzhaus 115

Energieberatung:

Denkmalgeschützte Villa aus dem Jahr 1924 (Ostertor)

Villa, Baujahr 1924

Die Maßnahmen:
Dass ein denkmalgeschütztes Gebäude durchaus mit modernen Neuerungen Schritt halten kann, beweist dieses Sanierungsbeispiel. Das Dach der Stadtvilla wurde mit Zellulose gedämmt, die Wände kerngedämmt. Die alten Fenster und Türen wurden gegen neue in der gleichen Optik ausgteauscht. Eingeheizt wird dem Wohngebäude im Winter mithilfe eines Mikroblockheizkraftwerkes mit Sterling-Motor. Die Qualitätssicherung erfolgte über einen Blower Door-Test und eine Thermographie.

Die Effekte:

  • Reduzierung des Primärenergiebedarfs von 360 kWh/m2a auf 143 kWh/m2a

Durchführung:

Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1925 (Schwachhausen)

Doppelhaushälfte, Baujahr 1925

Die Maßnahmen:
Die Hauseigentümer desKlingergebäudes sind derzeit dabei, ihr Haus zu modernisieren. Auf dem Bau-Programm stehen ein Dämmung des Daches, eine Erneuerung der alten Fenster, eine neue Heizungsanlage und eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Um die Wohnfläche zu vergrößern, wird außerdem ein Wintergarten angebaut.

Die Effekte:

  • noch nicht festgestellt

Begleitung:

Reihenhaus aus dem Jahr 1926 (Findorff)

Reihenhaus, Baujahr 1926

Die Maßnahmen:
Die Sanierung des Reihenmittelhauses in Bremen-Findorff wurde mit einem Umbau des Dachgeschosses verbunden. Diese Kombination ist sehr sinnvoll und wird bei vielen Bremer Reihenhäusern umgesetzt. Das Dachgeschoss wurde in Holzständerbauweise ausgebaut, anschließdend mit Holzfaserplatten und Zellulose gedämmt. Bei der Außendämmung entschieden sich die Bauherren für Steinwolle als Dämmstoff. Neue Fenster und eine Gasbrennwertheizung mit solarer Warmwasserbereitung rundeten das Sanierungsprojekt ab. Die Qualität der Umsetzung wurde mit einem Blower Door-Test geprüft.

Begleitung:

Reihenhaus aus dem Jahr 1928 (Schwachhausen)

Reihenhaus, Baujahr 1928

Die Maßnahmen:
Das Altbremer Reihenhaus mit zwei Wohneinheiten sollte modernisiert werden, ohne sein charakteristisches Aussehen zu verlieren. Die Fassaden-Rückseite erhielt eine Dämmung aus einem mineralischen Wärmeverbundsystem, was auch den Schallschutz verbesserte. Die bisherigen Fassadenelemente gingen dabei dank Nachbildungen nicht verloren. Die alten Fenster wurden durch neue Holzfenster ersetzt.

Die Effekte:

  • ca. 24% weniger Endenergieverbrauch

Begleitung:

Reihenhaus aus dem Jahr 1938 (Neustadt)

Reihenhaus, Baujahr 1938

Die Maßnahmen:
Um zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen, wurde das Dach dieses Altbremer Reihenhauses ausgebaut. Es erhielt eine neue Eindeckung, neue Fenster, eine Aufsparrendämmung von außen und eine Zellulosedämmung von innen.

Die Effekte:

  • 30 % weniger Energiekosten
  • 20 % besser gedämmt als von der EnEV 2009 gefordert

Durchführung:

Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1933 (Oberneuland)

Doppelhaushälfte, Baujahr 1933

Die Maßnahmen:
Hier machten zwei Eigentümer gemeinsame Sache: Zwei Doppelhaushälften wurden in einer gemeinsamen Komplettsanierung fit für die Zukunft gemacht. Auf Grundlage der Ergebnisse einer Energieberatung wurde das Dach saniert und mit Zellulose gedämmt, die Fenster erneuert und die Außenwand gedämmt.

Die Effekte:

  • 60 % Primärenergieeinsparung

Begleitung:

Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1941 (Schwachhausen)

Mehrfamilienhaus, Baujahr 1941

Die Maßnahmen:
Manchmal ist einfach das „volle Programm“ notwendig: Als Detlef Stürmann 2010 ein 70 Jahre altes Mehrfamilienhaus in der Carl-Schurz-Straße kaufte, war an dem betagten Gebäude schon länger nichts gemacht worden. Um es energetisch auf den neuesten Stand zu bringen, entschloss sich der Eigentümer, es mit Hilfe der Energie Experten umfassend zu sanieren: Das Dach wurde neu eingedeckt inklusive Auf- und
Zwischensparrendämmung, die Fassaden wurden mit 17 Zentimetern Wärmedämmverbundsystem gedämmt, Fenster und Türen ausgetauscht und eine neue Gas-Brennwertheizung installiert.


Die Effekte:

  • 74 Prozent weniger Energiebedarf

Begleitung:

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1959 (Schönebeck)

Einfamilienhaus, Baujahr 1959

Die Maßnahmen:
Das Einfamilienhaus in Bremen-Nord wurde komplett energetisch saniert. Umgesetzt wurden klassische Maßnahmen: Dämmung der Gebäudehülle, Austausch von Fenstern und Türen sowie Einbau einer neuen Heinzungsanlage mit Solarthermie.


Die Effekte:

  • 75 Prozent weniger Energiebedarf
  • KfW-Effizienzhaus 100

Begleitung:

Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1960 (Steintor)

Reihenhaus, Baujahr 1960

Die Maßnahmen:
2012 erstrahlte dieses Mehrfamilien-Eckgebäude mit 5 Wohneinheiten in einem komplettsanierten Gewand. Der Eigentümer setzte klassische Maßnahmen um: eine Dachdämmung, eine Außendämmung mit Wärmedämmverbundsystem, Austausch aller Fenster und Einbau einer neuen Heizungsanlage. Innenliegende Räume bekommen ihre frische Luft jetzt über neue Einzellüftungen.

Die Effekte:

  • 75 Prozent weniger Heizwärmebedarf

Begleitung:

Reihenendhaus aus dem Jahr 1961 (Osterholz)

Reihenhaus, Baujahr 1961

Die Maßnahmen:
Ihr klassisches Reihenendhaus in ein modernes und energiesparendes Zuhause umzugestalten, war der Wunsch des Eigentümers dieses Reihenendhauses in Bremen-Osterholz. Viele aufeinander anbgestimmte EInzelmaßnahmen wurden nach einer Energieberatung umgsetzt: Dämmung von Kellerdecke, Fassade sowie Dach, Einbau von dreifach verglasten Fenstern, Austausch der alten Öl- gegen eine Gasbrennwertheizung, Einbau einer Lüftungsanlage mit Wäremerückgewinnung. Diese auf den ersten Blick nicht wahrzunehmenden Modernisierungen krönte der moderne Erker, der das Wohnzimmer zum Garten hin öffnete und das Wohngefühl nachhaltig veränderte.

Die Effekte:

  • 81 Prozent weniger Energiebedarf

Begleitung:

Reihenhaus aus dem Jahr 1962 (Riensberg)

Reihenhaus, Baujahr 1962

Die Maßnahmen:
Das Reihenmittelhaus hat energetische und gestalterische Anforderung besonders vorbildlich in Einklang gebracht. Die ersten Untersuchungen ergaben, dass der Dachstuhl mit einem schädlichen Holzschutzmittel gestrichen war und komplett entsorgt werden musste. Er wurde dann so erneuert, dass er heute als Wohnraum nutzbar ist: Die Tragfähigkeit wurde verbessert, zwei Erker wurden eingebaut, das Dach gedämmt, eine zusätzliche Treppe installiert und ein kleines Dusch-Bad ermöglicht.

Beim energetischen Konzept entschieden sich die Eigentümer für eine moderne Gas-Brennwertheizung, die mit einer passivhauszertifizierten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert wurde. Eine Außendämmung und neue Holzfenster mit Dreifachverglasung machten die Maßnahmen zur Energieeinsparung vollständig. Alles in allem waren neun Betriebe – alle Mitglieder des Qualitätsnetzwerkes Energie Experten - an den Modernisierungsmaßnahmen beteiligt.

Zusammen mit dem begleitenden Architekten und allen Betrieben schafften es die Eigentümer auch, das eigene Haus so umzugestalten, dass es mit den Gebäuden rechts und links harmoniert. Trotz höherer Dachaufbauten ragt das Haus nicht über die Nachbardachflächen hinaus und die vorhandene Regenrinne wurde durchlaufend erhalten. Auch die Fassadenstruktur der Nachbargebäude findet sich in in der erneuerten, gedämmten Fassade wieder. Und auch die Fenstereinteilung des modernisierte Gebäude passt optisch noch zum Rest der Häuserreihe.

Die Effekte:

  • Reduzierung des Heizwärmebedarfs von 126,2 kWh/m2a auf 50,2 kWh/m2a
  • 70 Prozent weniger Energiebedarf
  • Effizienhaus 100 / EnEV 2009

Begleitung:

Energie Experten

Sie möchten sich weitere Beispiele ansehen?

Dann empfehlen wir Ihnen einen Blick auf die Website des Qualitätsnetzwerks "Energie Experten". Jeder Online-Eintrag in der Expertenliste ist mit Baubeispielen des jeweiligen Betriebs hinterlegt.