Fenster und Türen austauschen: Energie sparen

Was wissen Sie über die Außenhülle Ihres Wohnhauses? Ist sie lückenlos geschlossen oder geht vielleicht doch hier und da Wärme verloren? Wenn Sie einen Altbau energiesparend modernisieren möchten, kommen Sie um diese zentralen Fragen nicht herum: Die Qualität der Gebäudehülle Ihres Hauses und Ihr Energieverbrauch sind unmittelbar miteinander verknüpft.

Gemeinsam mit uns können Sie herausfinden, ob Ihr Haus gedämmt werden sollte und wenn ja, welche Teile des Gebäudes. Denn es ist beispielsweise ein großer Unterschied, ob Ihr Dachboden als Wohnraum genutzt wird oder lediglich als Abstellkammer dient. Und auch bei der Auswahl des richtigen Dämmstoffes oder des richtigen Fensterrahmens unterstützen wir Sie mit unserem Fach-Knowhow. Und wir wissen sogar, wie Sie ein Haus dämmen und gleichzeitig historische Fassaden erhalten können.

Gönnen Sie Ihrem Haus, was auch Sie bei kalten Temperaturen benötigen: Ein wärmendes Outfit! Wir helfen Ihnen beim Anziehen.

Wärmeverluste eines ungedämmten Hauses

Fenster und Türen austauschen: Energie sparen

Wohnkomfort rein, Energieverluste raus: Fenster & Türen

Einfach verglaste Fenster sind schon längst nicht mehr zeitgemäß. Wer seine Wohnqualität und seinen Wärmeschutz verbessern möchte, sollte alte Fenster - und auch Türen - unbedingt gegen neue austauschen. Allerdings immer in Harmonie zum Wärmeschutz der Außenwände. Hochmoderne Fenster in einem Badezimmer sind beispielsweise nur dann eine gute Idee, wenn die Wände nicht ständig auskühlen. Sonst ist Schimmel nur noch eine Frage der Zeit.

Wärmeschutzfenster

Wärmeschutzfenster sind heute der Standard. Der Begriff bezeichnet Fenster mit zwei oder besser noch drei Glasscheiben. Ihre Zwischenräume sind mit einem Edelgas gefüllt, das Wärme weniger leitet als Luft und damit die Wärmeverluste von innen nach außen reduziert. Außerdem ist das Glas mit einer unsichtbaren Metallschicht versehen, die Wärme zurück in den Raum reflektiert.

Dank ihres optimalen Dämmverhaltens können Wärmeschutzfenster problemlos größer sein als herkömmliche. Das schöne Ergebnis: Lichtdurchflutete Räume, die seltener beleuchtet werden müssen. "Wärmeschutz" ist zudem zweifach zu verstehen: Es entweicht im Winter keine Wärme nach außen und im Sommer dringt keine Hitze von außen in die Wohnräume.

Der U-Wert

Der U-Wert gibt an, wie hoch bzw. niedrig der Wärmedurchgang eines Fensters ist. Als Faustregel gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Dämmwirkung. Ein sehr gutes 3-Scheiben-Wärmeschutzfenster hat einen U-Wert von 0,5. Ein 2-Scheiben-Isolierglas ohne Edelgasfüllung und ohne Metallschicht hingegen einen U-Wert von 2,8. Somit weist das besonders gute Glas bei -10 Grad Außentemperatur eine Oberflächentemperatur von 18,1 Grad aus, das zweitgenannte nur 9,1 Grad.

Sicherheit

Wenn Sie Fenster und Türen auswechseln, können Sie auch den Einbruchschutz verbessern. Mehr dazu finden Sie hier.

Tipps auf einen Blick

  • Bevor Sie Ihre Fenster austauschen, prüfen Sie, ob alternativ auch eine Umverglasung ausreichend wäre.
  • Erste Hilfe gegen Zug: Tauschen Sie hart gewordene Gummidichtungen aus und/ oder justieren Sie die Beschläge neu.
  • Vergessen Sie nicht, dass Außenwanddämmung und Fensteraustausch zusammenpassen müssen.
  • Prüfen Sie mit einem Blower Door-Test, ob Ihre Fensteranschlüsse luftdicht ausgeführt wurden.
  • Sie möchten Schallschutzfenster? Achten Sie unbedingt auf die Anschlüsse zur Wand. Bereits geringe Luftnebenwege machen den teuer investierten Schallschutz zunichte.
  • Eine Alternative zu Schallschutzfenstern ist der Einbau einer raumweise dezentral installierten Lüftungsanlage in Schallschutzausführung.
  • Nutzen Sie Glasabstandshalter aus Kunststoff oder Edelstahl. Die üblichen Aluminiumabstandshalter führen erfahrungsgemäß früher oder später zu Kondensat (Wasser) und erhöhen damit die Schimmelgefahr am Scheibenrand.

Setzen Sie Ihrem Haus die richtige Mütze auf: Dach & Obergeschoss

Wenn Sie vorhaben, Ihr Dach zu modernisieren, stellen sich zunächst drei zentrale Fragen: Welche Form hat es, sind Dachaufbauten geplant und nutzen Sie die Räume direkt unterm Dach bzw. haben Sie das zukünftig vor? Die Antworten bestimmen Art und Umfang der Modernisierung.

Wichtig ist in allen Fällen eine luftdichte Schicht aus dampfadaptiven Folien bzw. Pappen oder einer vorhandenen Bekleidung mit Putz bzw. Gipswerkstoffplatten auf der Rauminnenseite. Die Luftdichtheit ist mit einer preiswert zu erhaltenen Leckageortung - auch als Blower-Door-Prüfung bekannt - einfach zu überprüfen. Eventuell vorhandene Luftleckagen sind schnell gefunden und sollten gleich verschlossen werden.

Dämmung

In der Regel wird bei einer Modernisierung das Dach gedämmt. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: Sie können das Dämmmaterial zwischen der Dachkonstruktion einbauen („Zwischensparendämmung“), von außen auf die Dachbalken anbringen oder beide Methoden kombinieren.

Oberste Geschossdecke

Wird der Dachraum in absehbarer Zeit nicht als Wohnraum genutzt, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke zu empfehlen. In der Regel wird die Dämmung auf die Oberseite der Decke aufgebracht. Eigens für diesen Zweck gibt es trittfeste Dämmungen, die mit Estrich oder Platten abgedeckt werden, sodass der Dachboden weiterhin begehbar ist. Technisch möglich ist aber auch eine Dämmung der Deckenunterseite oder eine Lösung innerhalb der Deckenkonstruktion. Häufig ist die Geschossdecke auf der warmen Raumseite bereits luftdicht verkleidet und muss nur im Bereich der Dachbodenluke, Steckdosen und Leuchten hinsichtlich der Luftdichtheit nachgebessert werden.

Brandschutz für Bremer Häuser

Dämmstoffe gibt es eine Menge. Welcher der richtige für Ihr Dach ist, entscheidet die nötige Dämmdicke (je nach Konstruktion), die Wärmeleitfähigkeit, die Umweltverträglichkeit und das Brandverhalten. Gerade bei den typischen Bremer Häusern sollten Sie auf den vorbeugenden Brandschutz achten.

Verschattung nicht vergessen!

Soll das Dachgeschoss als Wohnung genutzt werden, achten Sie unbedingt auf eine außen liegende Verschattung der Dachflächenfenstern. Innen liegende Verschattungen sind aufgrund der inzwischen üblichen Wärmeschutzverglasungen wenig effektiv. Die Fenster sollten auch möglichst nicht auf der Südseite eingebaut werden.

Tipps auf einen Blick

  • Überprüfen Sie, ob die Dachüberstände auch für eine evtl. später geplante Außenwanddämmungen ausreichend sind.
  • Überprüfen Sie die Luftdichtigkeit durch einen Blower-Door-Test zur Ortung von evtl. vorhandenen Leckagen.
  • Stellen Sie den Ist- Zustand der Dachkonstruktion exakt fest. Trauen Sie sich, auch vorhandene Verkleidungen abzunehmen und nachzusehen!
  • Denken Sie an den sommerlichen Wärmeschutz, damit Sie den obenliegenden Wohnraum auch in der warmen Jahreszeit nutzen können!
  • Bei einer Neueindeckung des Dachs sollten Sie eine Vollsparrendämmung kombiniert mit einer zusätzlichen Aufdachdämmung wählen!
  • Soll die Dacheindeckung und innere Wand/Dachschrägenbekleidung bleiben? Dann eignen sich Einblas-Dämmstoffe. Dabei ist auf die luftdichte Ebene und die Dampfbremse/ Dampfsperre zu achten.
  • Planen Sie zusätzliche Elemente wie Dachflächenfenster, Gauben oder einen Balkon? Prüfen Sie, ob ein Bauantrag oder eine statische Berechnung erforderlich sind!

Gut ummantelt bei jedem Wetter: Außenwände

Außen oder innen? Oder vielleicht sogar mittendrin? Moderne Dämmsysteme bieten für jede Fassade eine passende Lösung. Sie haben ein reich verziertes denkmalgeschütztes Haus? Selbst dann gibt es effektive Möglichkeiten, Ihre Heizkosten deutlich zu senken und die Bausubstanz zu schützen. Kalte Wände, die oft zu Schimmel führen, gehören ebenfalls der Vergangenheit an, wenn ein Haus gedämmt wurde.

Außendämmung

Die höchste Energieeinsparung erzielen Sie mit einer Außendämmung. Ist sie problemlos möglich, sollte sie immer erster Wahl sein. Bei dieser Methode kommen meistens Wärmedämm-Verbundsysteme zum Einsatz. Sie werden direkt auf die Außenwand gebracht und anschließend verputzt. Die Materialauswahl für Wärmedämmverbund-Systeme reichen von Holzweicherfaser- über Mineralwoll- bis zu Styrophorplatten.

Eine in der Regel teurere Variante der Außendämmung sind hinterlüftete Vorhangfassaden. Handwerker bringen zunächst eine Unterkonstruktion am Mauerwerk an, deren Zwischenräume mit einem Dämmstoff gefüllt werden. Davor kommt eine wetterfeste und hinterlüftete Verkleidung aus Holz, Faserzement, Schiefer oder anderen Materialien.

Kerndämmung

Bei einem zweischaligen Mauerwerk kann der Dämmstoff in den Hohlraum zwischen die zwei Mauerschalen geblasen oder geschüttet werden. Die Luftschicht muss dafür eine Mindestdicke von fünf Zentimtern haben und das Mauerwerk in einem guten Zustand sein, und zwar in allen Geschossen und auch an besonderen Stellen wie Giebelwänden. Eine Endoskopie kann helfen, den genauen Zustand zu ermitteln.


Innendämmung

Eine Innendämmung wird dann empfohlen, wenn eine Fassade unter Denkmalschutz steht oder sie nicht zugängig ist. Die bauphsikalischen Rahmenbedingungen müssen bei dieser Dämm-Methode intensiv von einem Fachmann begutachtet und berücksichtigt werden.

Reinschauen lohnt sich!

Ihr Eigenheim ist geschmückt von historischen Fassaden und soll dennoch energiesparend modernisiert werden. Dann haben wir einen Lesetipp für Sie: Die Broschüre "Energieeffizient modernisieren - Fassaden erhalten" von unserem Partner energiekonsens.

Energieeffizient modernisieren; Fassaden erhalten

Tipps auf einen Blick

  • Analysieren Sie mithilfe einer Endoskopie den Wandaufbau, bevor Sie eine Kerndämmung in Angriff nehmen.
  • Wenn Sie für Ihre Kerndämmung Förderungen nutzen wollen, muss sie von anerkannten Fachbetrieben durchgeführt werden.
  • Vor der geplanten Kerndämmung sollten alle Rohr-Durchführungen hergestellt und die Abdichtung von möglichen Löchern und Schlitzen erledigt sein.
  • Überprüfen Sie den Zustand der Fenster, bevor Sie eine Außenwand dämmen. Kommt eine Vorhangfassade oder ein Wärmedämmverbund-System zum Einsatz, könnten die Fenster in die äußere Flucht der vorhandenen Außenwand gesetzt werden.
  • Dämmen Sie den Sockel des Gebäudes mit, wenn dieser an den Fußboden eines beheizten Bereichs anschließt. Ziehen Sie die Dämmung möglichst 50 Zentimeter tiefer als das vorhandene Fußbodenniveau. Im erdberühren Bereich werden speziell geeignete Sockeldämmplatten verwendet.
  • Vertrauen Sie bei einer Innenwanddämmung auf fachliche Begleitung und verzichten Sie auf Alleingänge.

Bekommen Sie keine kalten Füße: Kellerdecke & Bodenplatte

Müssen Sie stets dicke Hausschuhe tragen, um im Erdgeschoss keine kalten Füße zu bekommen? Dann verliert Ihr Haus vermutlich über die Bodenplatte bzw. die Kellerdecke einiges an Wärme. Bei einer anstehenden Modernisierung sollten Sie das auf jeden Fall überprüfen. Und sollten Sie feststellen, dass eine Dämmung nötig ist, müssen Sie nur noch eine Frage beantwortem: Wird der Keller als beheizter Aufenthaltsraum genutzt oder lediglich als unbeheizter Strauraum?

Unbeheizter Keller

Falls der Keller nicht beheizt wird, ist eine Dämmung der Kellerdecke die einfachste und kostengünstigste Variante. Dabei werden Dämmstoffplatten von unten an die Kellerdecke geklebt oder verdübelt, sofern die Raumhöhe dies zulässt. Heizungsrohre werden dabei gleich mitgedämmt.

Beheizter Keller

Bei einem beheizten Keller werden am besten der Boden und die Außenwände gedämmt. Die Wände können Sie von außen oder von innen dämmen - sofern die Innenwände trocken sind. In einigen Fällen ist es notwendig, den Keller vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Dann können Sie die Außendämmung gleich mit abwickeln. Dazu wird die Kellerwand bis zur Kellersohle von außen freigelegt und eine wasser- und druckbeständige Perimeterdämmung vorgenommen.


Häuser ohne Keller

Sie haben keinen Keller und trotzdem kalte Füße? Dann können Sie den Erdgeschossboden von oben dämmen. Bei belüfteten Holzfußböden oder in Sand verlegte Fliesen ist dies durch einen Boden mit Dämmung leicht möglich. Eine feste Bodenplatte erhöht den Aufwand etwas. Wird sie gedämmt, müssen vermutlich die Türen gekürzt und die Heizkörper angehoben werden.

Tipps auf einen Blick

  • Überprüfen Sie zunächst den Zustand und den Aufbau der Kellerdecke. Das Baujahr und die Bauweise geben meist Aufschluss über die Konstruktion der Decke.
  • Die Feststellung von Hohlräumen in Decken kann mittels Endoskopie erfolgen.
  • Eine Holzbalkendecke kann mit geringem Aufwand und ohne zusätzlichen Aufbau gedämmt werden.
  • Auch Kappendecken können gedämmt werden.
  • Bei einer geringen Raumhöhe kann eine Kellerdecke von unten gedämmt werden. Fragen Sie die Fachleute nach Vakuumpaneelen.
  • Alte Zeichnugen sind im Archiv des Bauordnugsamtes zu finden.
  • Stellen Sie sicher, dass die Bodenplatte und das Mauerwerk trocken sind.
  • Bedenken Sie: Nicht alle Dämmplatten können im erdberührten Bereich / Sockel verwendet werden!
  • Achten Sie auf die Kennzeichnung der Eignung des Dämmmaterials.
  • Verwenden Sie zwischen Sockeldämmplatte und normaler Dämmplatte keine Metallabschlussschiene. Es gibt alternativ Randdämmelemente zur Vermeidung von Wärmebrückeneffekten.